Ja, ich weiß, dass die englischen Anteile, die sog. Anglizismen,  immer mehr Raum in der deutschen Sprache einnehmen. Ja, ich stimme Ihnen zu, dass wir mit Sprache behutsam umgehen sollten. 

 

Nein, die Ausländer sind nicht an allem schuld. Nehmen wir doch mal das Wort "Handy", unter dem wir in Deutschland ein mobiles Telefon verstehen. Gehen Sie mal damit ins Ausland. Man wird Sie seltsam ansehen, denn ein "Handy" ist im Ausland unbekannt.  Dies ist ein deutsches Wort, im Englischen sagt man "mobile phone" oder "cell phone". Wir sind es also stellenweise selbst, die sich die Suppe einbrocken, weil wir das so "chic" finden, neue englische Begriffe zu erfinden (chic ist übrigens französisch).

 

Nein, Deutsch war auch vor englischen Sprachinvasionen kein reines Deutsch. Ziehen Sie bitte alle lateinischen, französischen, arabischen oder sonstigen Sprachanteile ab. Führen Sie eine deutsche Gerichtsverhandlung durch, ohne lateinische Grundvokabeln zu verwenden. Lesen Sie einmal einen medizinischen Befund ohne lateinisch abgeleitete Vokabeln. Was bleibt dann noch übrig? Gehört Sprachentwicklung nicht zu einer dynamischen Gesellschaftsentwicklung dazu?

 

Und nun die gute Nachricht zum Schluss: stellen Sie sich vor, ALLE Völker sprächen Englisch. Was passiert dann? Dann sind wir dem Frieden auf diesem Planeten ein ganzes Stück näher, denn dann können wir endlich alle miteinander kommunizieren. Für mich ist das eine wunderbare Vorstellung. Und deshalb unterrichte ich voller Überzeugung die englische Sprache.

 

Zusätzlich trainiere ich ab und an Italienisch, Französisch und Deutsch in diversen Unternehmen - und persönlich lerne ich gerade ein wenig Spanisch und Chinesisch. Weil es bis zur Völkerverständigung vielleicht doch noch ein weiter Weg ist. Da brauchen wir noch einige Anglizismen...

 

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