Konflikte sind teuer

Jeder Mensch ist einzigartig, nimmt seine Welt durch seine ganz persönliche Perspektive wahr. Jeder Mensch entwickelt durch das eigene Wesen, durch persönliche Ziele und Wünsche, positive und negative Erfahrungen Filter und Werte, die unser Handeln und unsere Reaktionen bedeutend beeinflussen. Immer da, wo verschiedenartigste Menschen auf- einandertreffen, sind Konflikte und Krisen eine natürliche Folge dieser unterschiedlichen Filter, Erfahrungen, Lebenseinstellungen - treffen doch unterschiedliche Sichtweisen, Werte, Entscheidungsfaktoren aufeinander. Auch kulturelle Einflüsse spielen durch die Globalisierung eine immer größere Rolle in diesem Miteinander.

 

Krisen und Konflikte, die durch dieses Miteinander entstehen, werden nicht immer gleich als solche wahrgenommen, denn sie finden nicht immer an der Oberfläche statt und sind daher nicht immer direkt sichtbar. Viele Menschen spüren, etwas stimmt nicht, machen diese Dinge aber häufig erst einmal - und oft viel zu lange - mit sich selbst im Inneren aus. Krisen und Konflikte in Unternehmen, zwischen Chef und Mitarbeitern, zwischen Kollegen, in Teams, zwischen Abteilungen, mit Kunden und Lieferanten kosten die Unternehmen laut Wirtschaftswoche Milliarden.

 

Mitarbeiter in Konfliktsituationen, die sich z. B. ungerecht behandelt, nicht unterstützt fühlen, fahren ihr Engagement auf den sprichwörtlichen "Dienst nach Vorschrift" zurück, kündigen innerlich, nehmen an der aktiven Entwicklung des Unternehmens kaum noch teil. Gehalt wird als "Schmerzensgeld" tituliert, mit den Werten des Unternehmens kann und will man sich nicht mehr identifizieren. Auch Fehlzeiten nehmen zu und werden länger, da es gefühlt "eh egal ist, ob man da ist oder nicht". Auch Begriffe wie Bossing (der Chef hat etwas gegen mich) oder Mobbing machen hier die Runde.

Konflikte machen krank

Auch die Gesundheit leidet zusehends, wenn Konflikte unser Leben belasten. Von Schlafstörungen, Herz-Rhythmus-Störungen, Burnout-Symptomen, emotionalem Essen, zunehmendem Alkohol- und Tabletten-konsum bis hin zu Depressionen ist alles dabei. Auch Beziehungen zu Familie und Freunden leiden häufig.

 

Auch diese Faktoren kosten enorm! Nicht nur Menschen ihre Gesundheit, sondern Unternehmen auch gute, starke, belastbare und kompetente Mitarbeiter. Hier ist rasches Eingreifen ein absolutes Muss, um größeren - und irreversiblen Schaden - zu vermeiden.

Vorbeugen UND Heilen

Menschen souverän machen

Einen guten Umgang mit drohenden oder bereits vorhandenen Konflikten kann man lernen. Hier geht es darum, verschiedene Kommunikationsstrategien zu entwickeln, um mit unterschiedlichen Konflikttypen (z. B. aggressiv, konfliktscheu, konfliktfähig) ab jetzt adäquat umgehen zu können, ohne Konflikte persönlich zu nehmen und gar mit nach Hause zu nehmen.

 

Gleichzeitig müssen mit der Führungsebene, zwischen Kollegen oder Teammitgliedern, zwischen Abteilungen usw. (neue) Kommunikationsregeln aufgestellt werden, an die sich jeder zu halten hat. Ein neuer Umgang mit Kunden und Lieferanten muss ggf. ebenfalls gefunden werden, Grenzen müssen neu ausgelotet werden.

 

Neue Strukturen müssen her

Sollen Trainings im Bereich Krisen- und Konfliktmanagement dauerhafte Verbesserungen bringen, müssen sie neue Strukturen schaffen, die oberflächlichen Betrachtungen eines Konflikts keinen Raum lassen. Beschwichtigende Aussagen wie "Hab's nicht so gemeint" oder "Das kann doch mal passieren" sollten ebenso der Vergangenheit angehören wie Verleugnungsansätze nach dem Motto "Da müssen wir jetzt durch, das ist eben so".

 

Konstruktives Konfliktmanagement hat die Aufgabe, akute Konflikte zu bewältigen, überflüssige Konflikte zu vermeiden und notwendige ("not-wendende") Konflikte anzugehen und aufzulösen, bevor sie eskalieren. Dazu braucht es die Entwicklung eines Frühwarnsystems, um rechtzeitig erkennen zu können, wann eine Situation zum Konflikt wird.

 

In unseren Trainings lernen Menschen

 

  • wie man mit eigenen inneren Konflikten umgeht
  • wie man welchen Konflikttyp erkennt und handhabt
  • wie man in Konfliktsituationen genau kommuniziert
  • welche Anzeichen für eine Verschlechterung einer Situation sprechen
  • wie ein Frühwarnsystem aussehen kann
  • wie eine konstruktive Konfliktbearbeitung funktioniert
  • wie die Anwendung bestimmter Prinzipien (z. B. Harvard-Prinzip)   eine neue Konfliktkultur etablieren kann
  • wie alle zu Gewinnern werden und keiner einer Verlierer-Gefühl hat
  • wie in Härtefällen eine Mediation weiterhilft
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